Infos zu deinem Supermoto Setup mit 4CS Gabel

 

Das Fahrkwerk deiner Husqvarna bzw. KTM wurde von uns auf Supermoto angepasst. Bei d In diesem Beitrag erklären wir dir Funktionsweise deiner externen Einsteller von Gabel und Dämpfer.

Gabel

Die 4CS Gabel ist ab Werk für Enduro ausgelegt. Dabei ist nicht nur das Shimsetup, also die Software, der Gabel recht weich, sondern auch das allgemeine Design, die Hardware, ist nicht für Supermoto Einsatz ausgelegt. Deine Gabel wurde so umgebaut, dass sie für kompromislosen Supermotoeinsatz funktioniert.

An den Gabelkappen kannst du rechts die Zugstufe einstellen. Diese wird in "Klicks" verstellt.
"Zugstufe 12" bedeutet, dass dein Startwert bei 12 Klicks liegt. Diese werden von ganz geschlossener Position aus gezählt (erst im Uhrzeigersinn zu, dann 12 Klicks links rum auf).

Mit der Zugstufe verstellst du die Ausfedergeschwindigkeit der Gabel. Je weiter du die Zugstufe öffnest, desto schneller federt die Gabel aus.
Eine schnelle Zugstufe bietet bei aufeinanderfolgenden kleinen Unebenheiten meist mehr Komfort, lässt das Motorrad aber mehr schaukeln und bringt Unruhe ins Chassis.
Eine langsamere Zugstufe macht das Bike meist wendiger in engen Kehren, kann aber den Komfort verschlechtern.

An der linken Gabelkappe findest du den Druckstufeneinsteller. Auch dieser wird in Klicks verstellt. "Druckstufe 12" bedeutet der Standardwert liegt bei 12 Klicks von ganz geschlossener Position aus gezählt, also rechts rum ganz zu, dann 12 Klicks links rum (gegen den Uhrzeigersinn) auf.

Die Druckstufe steuert die Einfedergeschwindigkeit der Gabel. Je weiter man sie öffnet, desto schneller federt die Gabel bei Unebenheiten ein, umgangssprachlich, desto weicher wird sie.

Je weiter die Druckstufe geschlossen wird, desto straffer wird das insgesamte Gefühl der Gabel; die Auswirkungen auf kleine, spitze Unebenheiten sind aber höher als auch größere Hübe. Bremstauchen wird ebenfalls weniger, je weiter man die Druckstufe schließt.

Öffnet man die Druckstufe (links rum) wird die Gabel insgesamt softer, kann beim Bremsen stärker tauchen aber auch den Komfort erhöhen.

Federbein

Dein Federbein wurde in den wesentlichen Teilen (Hardware) nicht verändert beim Umbau auf Supermoto. Die Abstimmungsänderung erfolgte durch Modifikation der Shimstacks, Anpassung der Federvorspannung und ggf. Änderung der Federrate.  Alle vorhandenen Einsteller funktionieren noch genauso, wie es in deinem Handbuch beschrieben ist. Du hast insgesamt vier Einstellmöglichkeiten an deinem Federbein:

Vorspannungseinsteller - verstellbar durch Verdrehen des roten Rings
Zugstufe - Schlitzschraube am Dämpferfuß
Low Speed Druckstufe - Schlitzschraube oben
HighSpeed Druckstufe - 17mm Sechskant oben

Nachfolgende Infos gelten für Link sowie PDS Federbeine zugleich.

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Der Vorspannungeinsteller am Heck ist der am meisten unterschätzte Einsteller am Fahrwerk. Mit ihm wird der sog. Durchhang eingestellt. Die meisten Fahrer justieren den Durchhang auf einen Wert X aus dem Handbuch und fassen diesen Einsteller dann nie wieder an. Ein Fehler! Dieser Einsteller ist extrem effektiv, wenn es um das Tuning des Allgemeinen Fahrverhaltens und der Balance des Bikes geht!

ACHTUNG: Die Durchhangswerte aus deinem Handbuch beziehen sich auf ein Enduro Setup. Diese sind jetzt hinfällig und dürfen nicht mehr herangezogen werden.

Wir liefern dein Federbein mit einer voreingestellten Vorspannung von 14-18 mm aus. Von da aus kannst du Feintuning betreiben:

Dein Heck geht beim Beschleunigen oder im Allgemeinen zu tief in den Federweg?
--> Vorspannung um 1-2 Umdrehungen erhöhen (Feder "nach unten schrauben")

Du möchtest mehr Komfort, Unebenheiten werden zu hart an dich weitergegeben?
--> Vorspannung um 1-2 Umdrehungen verringern (Feder "nach oben schrauben")

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Der Zugstufeneinsteller am Fuß des Dämpfers steuert die Ausfedergeschwindigkeit des Dämpfers.
Je weiter die Zugstufe geschlossen (im Uhrzeigersinn/rechts rum) wird, desto langsamer federt der Dämpfer aus. Damit erhöht sich die Kontrolle, die man über das Bike hat, man bekommt direkteres Feedback und das Bike läuft stabiler. Kleine Unebenehiten können aber härter wahrgenommen werden.

Je weiter die Zugstufe geöffnet (gegen den Uhrzeigersinn, links rum) wird, desto schneller federt der Dämpfer aus. Eine schnellere Zugstufe kann den Komfort erhöhen, bringt aber auch mehr Unruhe ins Chassis und die Spurtreue negativ beeinflussen.

Bei Umlenkungsdämpfern hat die Einstellung des Zugstufeneinstellers auch Einfluss auf das Druckstufenverhalten des Dämpfers (bauartbedingt). Bei PDS XPLOR Dämpfern ist die Zugstufeneinstellung isoliert und hat keinen Einfluss auf das Druckstufenverhalten.

 

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Die Low und High Speed Druckstufen findest am Gehäuse des Dämpfers. Mit ihnen wird die Einfedergeschwindigkeit des Dämpfers eingestellt.

Low Speed Einsteller = Schlitzschraube, wird in Klicks verstellt

Hier kannst du das Verhalten des Dämpfers beim Beschleunigen auf glatter Fahrbahn und das Ansprechen auf kleine Unebenheiten einstellen. Je weiter die Low Speed Druckstufe geschlossen wird (im Uhrzeigersinn/rechts rum) desto straffer wird das Gefühl.

Eine eher offene Druckstufe lässt das Heck kleine Unebenheiten besser aufnehmen, das Absacken des Hecks beim Beschleunigen auf glatter Fahrbahn wird aber auch zunehmen.

Eine eher geschlossene Druckstufe macht das Gefühl für das Motorrad direkter, man bekommt mehr Feedback von der Straße.
Das Komfortgefühl wird im gleichen Zug aber auch weniger.

 

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High Speed Einsteller = 17mm Sechskant, wird in Umdrehungen verstellt

Hier kannst du das Verhalten des Dämpfers bei größeren Hüben verstellen. Im Supermoto Einsatz auf der Straße gibt es selten Situationen, in denen viel Federweg genutzt wird. Der High Speed Einsteller wird hier eher benutzt um die Gesamthärte des Federbeins zu verstellen.
Die Verstellung geschieht in Umdrehungen, nicht in Klicks.
Änderungen im Bereich von 1/4 Umdrehung werden vom Großteil der Fahrer als signifikante Änderung wahrgenommen.

Je weiter zu den Einsteller drehst, desto höher wird dein Heck fahren uind desto straffer wirst du es insgesamt wahrnehmen.

Je weiter du den Einsteller öffnest, desto tiefer wird dein Heck fahren und desto weicher wirst du das Heck insgesamt wahrnehmen.

Im eingebautem Zustand lässt sich dieser Versteller am besten mit einer Nuss mit Ratsche verstellen.